Durchblick · ohne Befragung
Prüflast-Befund
Was Ihre Systeme erzeugen, und wer es prüft. Zwei Zahlen, die in Ihrem Unternehmen noch nie nebeneinanderstanden, und eine Liste der Funktionen, über die niemand entschieden hat.
Auf einen Blick
- Sie erhalten
- für jeden Prüfschritt ein Zahlenpaar, das zeigt, wie viel ankommt und wie viel Zeit dafür vorgesehen ist, mit der Änderungsquote daneben. Dazu die Liste der Funktionen, die mit Updates dazugekommen sind, jede mit Datum, und einen Bericht für Ihr Aufsichtsgremium.
- Ihr Aufwand
- ein halber Tag für die Datenexporte, dazu der Klarheitsdialog mit 45 Minuten und der Standortdialog mit 90 Minuten.
- Dauer
- zwei bis drei Wochen.
- Preis
- 3.400 € für zwei Entscheidungsstrecken, 5.900 € für vier, im Turnus ab 2.200 € je Quartal, jeweils zzgl. MwSt.
- Aussteigen
- Ob Ihre Daten für die Messung reichen, klären wir im kostenfreien Klarheitsdialog, bevor Sie etwas beauftragen. Ein Report aus der Standortbestimmung wird angerechnet. Den Turnus beenden Sie zum nächsten Quartal.
Worum es geht
Abends um halb acht, achtundvierzig Berichte, eine Stunde Zeit. Die Pflegedienstleitung hat nichts falsch gemacht. Trotzdem liest sie den einen halben Satz nicht, auf den es angekommen wäre.
In den letzten achtzehn Monaten ist in den meisten Organisationen etwas passiert, das niemand beschlossen hat. Software hat mit einem Update Funktionen bekommen, die vorsortieren, bewerten oder in eine Reihenfolge bringen. Das stand in den Versionshinweisen, und Versionshinweise liest kaum jemand.
Gleichzeitig kommt an den Prüfschritten mehr an, also dort, wo im Ablauf jemand prüft und freigibt. Die Stunden dort sind gleich geblieben. Was an Prüfung fehlt, verschwindet nicht. Es landet bei einer Person, die es weder bestellt noch bemerkt hat, meistens bei der, die am Ende unterschreibt.
Der Prüflast-Befund macht daraus eine Zahl. Er arbeitet nur mit Daten, die ohnehin anfallen, und befragt niemanden. Das ist Absicht: In einer Befragung räumt kaum jemand ein, eine Prüfung nicht mehr leisten zu können.
Der Prüflast-Befund ist einer der Messwege im Schritt Messen. Sie können ihn einzeln buchen oder als Teil des Befunds, der außerdem die Zählung Ihrer Prüfschritte und die Entscheidungen enthält, die Ihre Zukunft schon festlegen.
Für wen
- Geschäftsführungen und Inhaber von Unternehmen mit 40 bis 600 Beschäftigten, die wissen wollen, wo ihre Systeme vorsortieren oder bewerten.
- Unternehmen mit einer Management-Standortbestimmung, die die Selbstauskunft gegen Systemdaten halten wollen.
- Aufsichtsräte, Beiräte und Compliance, die vor einer Entlastung wissen müssen, worauf Freigaben tatsächlich beruhen.
- Betriebsräte, die die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beurteilen und dafür wissen müssen, welche Systeme überhaupt bewerten.
Typische Anlässe: vor einer KI-Richtlinie, nach einem Beinahe-Vorfall bei einer Freigabe, vor einer Investition in weitere Werkzeuge, bei der Vorbereitung einer Betriebsvereinbarung.
So läuft es ab
- Klarheitsdialog und Zuschnitt, 45 Minuten. Wir legen fest, welche Entscheidungsstrecken gemessen werden. Zwei bis vier reichen, typisch sind Beschaffung, Eingangsrechnungen, Bewerbungen und Servicetickets.
- Datenübergabe, ein halber Tag auf Ihrer Seite. Exporte aus Systemen, die Sie ohnehin betreiben: Freigabeprotokolle, Ticketsystem, Beschaffung, Änderungshistorien der Fachsysteme. Ausgewertet werden Vorgänge und Prüfschritte, keine Personen. Wo ein Betriebsrat besteht, klären wir den Zuschnitt vorher mit ihm.
- Auswertung ohne Ihre Beteiligung. Gemessen werden der Durchsatz vor jedem Prüfschritt, heute und vor achtzehn Monaten, und die Änderungsquote, also der Anteil der Vorgänge, bei denen die Prüfung etwas verändert hat. Gerechnet wird die Zeit je Vorgang, mit der Annahme von sechs konzentrierten Stunden am Tag. Diese Zahl zeigt, wie viel Zeit rechnerisch bleibt. Ob sie reicht, hängt von der Schwierigkeit des einzelnen Falls ab. Parallel werden achtzehn Monate Versionshinweise Ihrer Fachsysteme auf eine Frage gelesen: Welche Funktion, die vorsortiert, bewertet oder in eine Reihenfolge bringt, ist unbemerkt dazugekommen?
- Meine Lesezeit, im Bericht ausgewiesen. Die Maschine liefert Kandidaten. Welche davon stimmen, entscheide ich, und der Bericht nennt die Stunden dafür und das, was ich verworfen habe.
- Standortdialog, 90 Minuten. Wir halten die Zahlen gegen Ihre Zuständigkeiten: Wo gehört eine Entscheidung einem Menschen, dem das Tempo keine Zeit dafür lässt?
Was Sie am Ende in der Hand haben
- Das Zahlenpaar je Prüfschritt: was ankommt, gegen die Zeit, die dafür vorgesehen ist, verglichen mit dem Stand vor achtzehn Monaten.
- Die Änderungsquote. Liegt sie nahe null, ist das ein Anlass nachzusehen und noch kein Urteil. Das kann an guter Vorarbeit liegen oder daran, dass für die Prüfung kaum Zeit bleibt. Der Bericht nennt die Prüfschritte, an denen Ihre Leute das mit einer Stichprobe klären sollten.
- Die Liste der eingebauten Funktionen mit dem Datum, an dem sie erschienen sind, und der Entscheidung, die sie berühren.
- Die Konfliktzeilen, in denen Zuständigkeit und Tempo nicht zusammenpassen.
- Einen Bericht, den Sie einem Aufsichtsgremium vorlegen können, mit ausgewiesener Datengrundlage und ausgewiesener Prüfzeit.
Preise
Zwei Entscheidungsstrecken, Inventur der Fachsysteme, Bericht und Standortdialog.
Vier Entscheidungsstrecken, dazu ein Vergleich der durchgekommenen mit den abgelehnten Fällen und eine Vorlage für die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG.
Dieselbe Messung jedes Quartal. Zuschnitt und Zuordnung stehen nach dem ersten Durchgang, deshalb liefern Sie danach nur noch dieselben Exporte für das neue Quartal.
Alle Preise zzgl. MwSt. Ein vorliegender Report aus der Management-Standortbestimmung wird auf den Zuschnitt angerechnet.
Abgrenzung
- Management-Standortbestimmung: Sie misst über Selbstauskunft, wie der Führungskreis die Organisation einschätzt. Der Prüflast-Befund wertet aus, was in den Systemen protokolliert ist. Nebeneinander gelesen zeigen beide den Abstand zwischen berichteter und gebauter Lage.
- IT-Audit oder Software-Inventar: Es listet, welche Systeme laufen und wie sie lizenziert sind. Hier geht es um die Entscheidungen, die sie berühren.
- KI-Readiness-Assessment: Es fragt, wie weit ein Unternehmen mit KI ist. Die Antwort kommt zuverlässig aus der Projektliste und übersieht den größten Teil dessen, was tatsächlich läuft.
Was dieses Angebot nicht kann
Der Befund zeigt, bei wem die nicht geleistete Prüfung landet. Ob Ihr Unternehmen das so will, ist eine Wertentscheidung, und die nimmt er Ihnen nicht ab.
Und er hängt an dem, was protokolliert wird. Wo eine Entscheidungsstrecke keine Spur hinterlässt, findet die Messung nichts. Diese Leerstelle ist selbst ein Befund, nur selten der, den Sie bestellt haben. Auch Rückfragen am Telefon und Korrekturen vor der Freigabe fehlen in den Daten. Deshalb lesen wir die Zahlen im Standortdialog gegen das, was Sie aus dem Alltag wissen.
Woher die Methode kommt
Die Rechnung dahinter beschreibe ich in Wer prüft, zahlt. Die Rechnung hinter der KI-Ersparnis (tredition 2026), dem ersten Band der Reihe „Organisation unter KI“. Zehn Fragen für die Einführung von KI, jede mit einer Messgröße, stehen im freien Whitepaper „Was KI an Ihrer Ordnung prüft“.
Wenn der Befund mehr zeigt
Oft zeigt der Befund mehr als zu knappe Prüfzeit. Hinter einer Freigabe, die niemand mehr leisten kann, stehen meist ungeklärte Entscheidungsrechte, Rollen ohne klaren Auftrag oder Bereiche, die aneinander vorbei steuern. Für größere Unternehmen kann der Befund deshalb der Einstieg in eine umfassendere Gestaltung von Organisation und Management sein.
Im Umbau entscheidet Ihr Führungskreis über Prüfschritte und Entscheidungsrechte. In Durchblick & Klarheit legt Ihr Führungsteam in Workshops fest, wie Ihr Managementsystem künftig arbeitet. Eine Organisationsverfassung hält die Spielregeln schriftlich fest, auch Grenzen und Vorrang im Konfliktfall. Im Jahresmandat begleite ich diesen Weg über ein ganzes Jahr.
Nächster Schritt
Der Einstieg ist ein Klarheitsdialog. Dort klären wir, welche Entscheidungsstrecken sich lohnen und ob die Datenlage reicht. Wenn Sie vorher allein prüfen wollen, ob das Thema Ihre Lage beschreibt: Die Situationsanalyse aus „Wer prüft, zahlt“ dauert fünfzehn Minuten und liegt frei auf der Reihenseite.
Wie viel Zeit für die Prüfung eines KI-Vorschlags tatsächlich bleibt, lässt sich auch im Kleinen beobachten, bevor der Befund beginnt. Die kostenlose App Clarity Loop hält dazu bei jeder eigenen Entscheidung fest, wie lange jemand geprüft und was er geändert hat, und speichert alles nur auf dem eigenen Telefon.